
Die Vorschriften im Wald
In Frankreich haben Staatswälder (verwaltet vom ONF) und Gemeindewälder spezifische Regeln für Hunde. Die Grundregel: Ihr Hund muss in Staatswäldern angeleint sein, außer in ausdrücklich erlaubten Bereichen.
- Artikel R163-6: Hunde müssen in Staatswäldern angeleint sein
- Vom 15. April bis 30. Juni: Leinenpflicht überall (Nist- und Geburtszeit)
- Während der Jagd (Sept-Feb): Verbot, sich Treibjagdzonen zu nähern
- Bußgeld: 135 € für streunenden Hund im Wald (Ordnungswidrigkeit Klasse 4)
| Waldtyp | Leinenpflicht | Einschränkungszeitraum | Hauptrisiko |
|---|---|---|---|
| Staatswald (ONF) | Ja | 15. April-30. Juni (Nisten) | Bußgeld 135 € |
| Gemeindewald | Variabel (Verordnung) | Je nach Gemeinde | Variabel |
| Privatwald | Nach Eigentümer | Jagd (Sept-Feb) | Eigentümer kann ablehnen |
| Nationalpark (Kernzone) | Ja (oder verboten) | Ganzjährig | Les Calanques, Pyrenäen: verboten |
| Regionalpark | Empfohlen | Variabel | Flexibler |
Die Jagd: wann und wie vermeiden
Die Jagdsaison (in der Regel von September bis Februar) ist die gefährlichste Zeit, um mit seinem Hund im Wald spazieren zu gehen. An Treibjagdtagen sind die Risiken real.
Gefahren im Wald
Untersuchen Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang (Ohren, Hals, Achseln, zwischen den Zehen). Entfernen Sie Zecken mit einer Zeckenzange. Präventives Antiparasitikum unerlässlich. Risiko: Borreliose, Babesiose.
Tödlich, wenn geleckt oder berührt. Die Brennhaare verursachen Zungennekrose. Halten Sie Ihren Hund von Nestern fern (watteballenähnlich in Kiefern) und Prozessionen am Boden.
Vorhanden im Unterholz, Steinhaufen und sonnigen Bereichen. Halten Sie Ihren Hund auf dem Weg. Bei Biss: immobilisieren, nicht aussaugen, dringend zum Tierarzt.
Manche Hunde fressen Pilze vom Boden. Überwachen und verhindern. Bei Verdacht auf Aufnahme sofort einen Tierarzt mit Probe konsultieren.

Für längere Wanderungen konsultieren Sie unseren vollständigen Wander-Ratgeber. Im Notfall (Vipernbiss, Zecke, Raupe) ist unser Erste-Hilfe-Ratgeber unverzichtbar. Für Sportler entdecken Sie unsere Hundesportarten im Freien. Finden Sie hundefreundliche Wälder in unserem Verzeichnis der Naturstätten.
Häufig gestellte Fragen
Kann mein Hund im Wald frei laufen?
Im Staatswald nein — die Leine ist Pflicht (Forstgesetz). In der Praxis existiert in Gemeinde- und Privatwäldern außerhalb der Jagdsaison Toleranz, wenn Ihr Hund perfekten Rückruf hat. Aber das Risiko eines Bußgeldes (135 €) und der Begegnung mit Wildtieren ist real. Unsere Empfehlung: Leine oder 5-m-Schleppleine.
Wie schütze ich meinen Hund vor Zecken?
Drei Schutzebenen: präventives Antiparasitikum (Seresto-Halsband, Spot-on, Bravecto-Tablette) + systematische Untersuchung nach jedem Spaziergang + schnelle Entfernung mit Zeckenzange (innerhalb 24h, um Übertragung zu begrenzen). Es gibt auch eine Impfung gegen Babesiose — sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt.
Welche Wälder sind für Hunde verboten?
Die Kernzonen von Nationalparks verbieten oft Hunde: Vanoise, Écrins, Mercantour, Calanques (Schutzgebiete), ein Teil der Pyrenäen. Auch Naturschutzgebiete. Prüfen Sie auf der Website des Parks oder Reservats vor der Abreise. Regionalparks sind in der Regel mit Leine zugänglich.
Der Wald von Fontainebleau im Herbst mit meinem Hund ist magisch. Wir machen 10 km auf den blauen Wegen, er schnüffelt alles, ich atme. Einfaches Glück.
— Besitzer eines Braque, Île-de-France


