
Jeden Sommer erleiden in Frankreich Hunderte Hunde einen Hitzschlag, der manchmal tödlich endet. Im Gegensatz zu uns schwitzen Hunde nicht über die Haut – sie regulieren ihre Temperatur hauptsächlich durch Hecheln und geringfügig über die Ballen. Dieses System ist viel weniger effektiv als menschliches Schwitzen. Ergebnis: Wenn es heiß ist, überhitzt Ihr Hund viel schneller als Sie. So schützen Sie es.
Erkennen Sie die Anzeichen eines Hitzschlags
Hitzschlag (Hyperthermie) ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Die Körpertemperatur des Hundes übersteigt 40°C und die Regulationsmechanismen sind überfordert. Innerhalb weniger Minuten beginnen die inneren Organe zu leiden. Zu wissen, wie man die ersten Anzeichen erkennt, kann das Leben Ihres Begleiters retten.
- Übermäßiges und schnelles Hecheln – der Hund kann sich nicht mehr abkühlen, die Atmung beschleunigt sich ungewöhnlich.
- Leuchtend rotes oder violettes Zahnfleisch – Zeichen einer extremen Gefäßerweiterung, dann Kreislaufversagen.
- Starker und reichlicher Speichelfluss – Speichel wird zähflüssig, der Hund sabbert ungewöhnlich.
- Schwankender Gang, Orientierungslosigkeit – das Gehirn beginnt unter Überhitzung zu leiden.
- Erbrechen und/oder Durchfall – in schweren Fällen oft blutig.
- Erschöpfung, Bewusstlosigkeit – kritisches Stadium, Todesgefahr unmittelbar bevorstehend.
Erste Hilfe: Die 5 Maßnahmen, die retten
Bei Verdacht auf einen Hitzschlag zählt jede Minute. Hier ist das von Tierärzten empfohlene Notfallverfahren.
Stellen Sie es an einen kühlen, schattigen und belüfteten Ort. Wenn Sie draußen keinen Schatten haben, schaffen Sie sich etwas mit dem, was Sie haben (Handtuch, Kleidung, Sonnenschirm). Legen Sie es auf eine kühle Oberfläche (Fliesen, feuchtes Gras).
Achtung: Eiswasser oder Eiswürfel verursachen eine Gefäßverengung, die eine Kühlung verhindert. Verwenden Sie kühles (15-20°C) Wasser. Befeuchten Sie zuerst die Leistengegend, die Achselhöhlen, den Nacken und die Polster – das sind die effektivsten Kühlbereiche.
Erstellen Sie einen Luftzug auf dem nassen Hund: Ventilator, Magazin, Ventilator, Autoluft Konditionierung. Verdunstung ist der schnellste Kühlmechanismus. Decken Sie den Hund nicht mit einem nassen Tuch ab – dies erzeugt einen Schnellkochtopfeffekt.
Lassen Sie den Hund trinken, wenn er bei Bewusstsein ist, aber in kleinen Mengen nippt. Zwingen Sie ihn niemals zum Trinken. Wenn er bewusstlos oder halb bewusstlos ist, verabreichen Sie ihm nichts über den Mund (Gefahr einer Irreführung). Befeuchten Sie seine Lippen mit einem feuchten Tuch.
Auch wenn sich der Zustand zu verbessern scheint, konsultieren Sie einen Tierarzt dringend. In den folgenden Stunden können innere Komplikationen (Nierenversagen, DIC, Hirnödem) auftreten. Lassen Sie die Klimaanlage während des Transports eingeschaltet und befeuchten Sie den Hund weiterhin.
Selbst bei 20°C Außentemperatur erreicht die Temperatur in einem geschlossenen Fahrzeug 40°C in 10 Minuten und 56°C in 30 Minuten. Fenster offen oder nicht, die Belüftung ist unzureichend. Ein eingesperrter Hund kann in weniger als 30 Minuten sterben. Wenn Sie einen Hund in Not in einem Fahrzeug sehen, rufen Sie 17 (Polizei) oder 18 (Feuerwehr). In Frankreich erlaubt Artikel 122-7 des Strafgesetzbuchs das Einschlagen einer Fensterscheibe bei unmittelbarer Gefahr für das Tier.
Rassen und Risikoprofile
Nicht alle Hunde sind gleich, wenn es um Hitze geht. Bestimmte Körperformen und -bedingungen erhöhen das Risiko erheblich.
| Profil | Brachyzephale Rassen | Standardrassen |
|---|---|---|
| Beispiele | Bulldogge, Mops, Boxer, Shih Tzu, Pekinese | Labrador, Schäferhund, Beagle, Spaniel |
| Hitzetoleranz | Sehr schlecht | Mäßig bis gut |
| Temp. kritisch | Ab 25 °C Außentemperatur | Über 30 °C |
| Atemkapazität | Reduziert (komprimierte Atemwege) | Normal |
| Schlaganfallrisiko Hitze | Sehr hoch | Mäßig |
| Aktivität im Sommer | Auf 10 Minuten bei 25°C+ beschränken | Zeitpläne anpassen, häufige Pausen |
Andere Risiken Faktoren: ältere Hunde, fettleibige Hunde, Hunde mit schwarzem oder dickem Fell, Hunde mit Herz- oder Atemwegserkrankungen, Hunde, die nicht an Hitze gewöhnt sind.






